Sieben Stationen der Nazi-Herrschaft werden anhand von charakteristischen Fotos und knappen erklärenden Texten vorgestellt.
Aus ihnen geht die schleichende Eskalation bis hin zur Massenvernichtung in Auschwitz hervor.

An die Taten und die Opfer von Neonazis innerhalb der letzten 20 Jahre - bis zum Jahr 2011 - wird erinnert und es werden Ursachen und Strategien genannt und bedacht.

Über die Aktualität des Rechtsextremismus schreibt Pitt von Bebenburg bereits in der Frankfurter Rundschau vom 5.10.2001:

"Der Rechtsextremismus breitet sich aus, mancherorts vor aller Augen. In vielen Jugend-Treffpunkten in Ostdeutschland, an mancher Bushaltestelle, an manchem Bahnhof sollten sich Ausländer, Punks, Schwule, Linke und Obdachlose besser nicht blicken lassen. Erschreckend häufig werden Menschen von rechtsextremen Schlägern totgetreten. Das weckt fast nie große Medien-Aufmerksamkeit. Jetzt, da das Interesse gewaltigen Bedrohungen durch Selbstmord-Attentäter gilt, sind die Opfer rechtsextremer Gewalt erst recht vergessen.
Vor einem Jahr war das anders. Nach Jahren des Wegsehens und Verdrängens wurde plötzlich darüber geredet, dass die alltägliche rechtsextreme Brutalität unerträglich ist. Es wurden sogar Wissenschaftler ernst genommen, die seit Jahren einen rechtsextremen 'Mainstream' in Teilen der ostdeutschen Gesellschaft ausmachen, eine jugendliche Subkultur mit harter rechter Musik und einschlägigen Symbolen auf T-Shirts und Jacken. Es kam so weit, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder bei seiner Visite im Osten an jedem Tag etwas über die Gefahr des Rechtsextremismus sagen musste und später, im Herbst 2000, den 'Aufstand der Anständigen' ausrief. Lang ist es her.
Die Diskussion ist versandet, ohne dass sich die Lage gebessert hätte. Rechtsradikale prägen das Klima in vielen Orten, NPD-Leute fangen die Jugendlichen mit Hausaufgabenhilfe und Abenteuersport ein, zu viele Bürgermeister schauen zu. Und das Morden geht weiter."